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Begriff Definition
Eingeschränkte Alltagskompetenz

Menschen, die aufgrund einer Demenzerkrankung, einer geistigen Behinderung oder psychischen Erkrankung auf sehr intensive Unterstützung im Bereich der Grundpflege und hauswirtschaftlichen Versorgung angewiesen sind, haben Anspruch auf zusätzliche finanzielle Leistungen der zuständigen Pflegekasse.

Betroffene werden durch die aktivierenden und qualitativ hochwertigen Betreuungsangebote noch optimaler gefördert. Wodurch auch die zuständigen Pflegepersonen entlastet werden. Dies ist einerseits durch den Besuch einer Tagesstätte möglich, andererseits können auch Betreuer unserer Hauskrankenpflege zu Hause für Entlastung der Angehörigen und für Abwechslung und Förderung des Betroffenen sorgen.

Unser Beratungs- und Schulungsteam berät Sie gern.

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Entlassungsmanagement

Nach einem Krankenhausaufenthalt müssen häufig Fragen geklärt und Hilfen organisiert werden. Patienten des HELIOS Klinikums Bad Saarow werden von den Mitarbeitern der Pflegeüberleitung in allen sozialen Fragen beraten. Themen sind dabei beispielsweise die Unterstützung durch ambulante Serviceleistungen wie häusliche Krankenpflege, fahrbarer Mittagstisch und orthopädische Hilfsmittel. Das Team informiert außerdem über Pflegeversicherungsleistungen, Anschlussheilbehandlungen und anderen Rehabilitationsmaßnahmen.

Auch die Beantragung von Fahrkostenerstattungen, Pflegegeld, der hauswirtschaftlichen Versorgung oder eines Schwerbehindertenausweises und vieles andere mehr kann die Beratung beinhalten. 

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Familienpflegezeit

Bei vielen Menschen besteht der Wunsch, die Pflege und Versorgung ihrer pflegebedürftigen Angehörigen selbstständig sicherzustellen. Das bringt sie nicht selten an die eigene körperliche und geistige Belastungsgrenze. Für pflegende Angehörige, die zudem einer Vollzeitbeschäftigung nachgehen, lassen sich die Pflege und ihre Berufstätigkeit nur sehr schwer miteinander vereinbaren. Um betroffene Arbeitnehmer zu entlasten, gibt es die Familienpflegezeit. Damit kann die wöchentliche Arbeitszeit verkürzt werden, ohne gravierende finanzielle Einbußen hinnehmen zu müssen.

Durch das Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf können Beschäftigte nicht nur für sechs Monate vollständig oder teilweise aus dem Job aussteigen, sondern haben auch einen Rechtsanspruch auf eine teilweise Freistellung von bis zu 24 Monaten Familienpflegezeit bei einer Mindestarbeitszeit von 15 Wochenstunden.

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Generalvollmacht

Eine Generalvollmacht kann zu einer Vertretung in allen Angelegenheiten ermächtigen. Auch im Notfall kann dadurch der Bevollmächtigte über Bankkonten oder andere Vermögenswerte verfügen und insbesondere die damit verbundenen finanziellen Angelegenheiten regeln. Die Generalvollmacht ermöglicht es dem Bevollmächtigten unter anderem auch, Verfahren mit Behörden oder Versicherungen abzuwickeln.

Allerdings müssen bei der Generalvollmacht wichtige Ausnahmefälle beachtet werden: Eine Generalvollmacht berechtigt den Bevollmächtigten nicht zur Zustimmung oder Verweigerung ärztlicher Untersuchungen und medizinischer Eingriffe. Der Bevollmächtigte kann auch nicht über die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung entscheiden oder Befugnis zur Organspende erteilen bzw. verweigern. In diesen Fällen, so verlangt es das Gesetz, muss eine schriftliche Vollmacht diese Befugnisse ausdrücklich enthalten. Eine standardisierte Generalvollmacht genügt dafür nicht.

Wünsche und Bedürfnisse, die auch im Falle gesundheitlicher Veränderungen, die die eigene Entscheidungsfähigkeit einschränken, gelten sollen, können in einer Vorsorgevollmacht geäußert werden. Es ist ratsam, die Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung aufzusetzen, in der Sie vorab über etwaige medizinische Maßnahmen entscheiden können. Entsprechende Formulare für Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung können Sie bei unserem Beratungs- und Schulungsteam erhalten. 

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Gesetzliche Pflegeversicherung

Die gesetzliche Pflegeversicherung bietet als Pflichtversicherung den Betroffenen im Fall einer PflegebedürftigkeitHilfe in Form von Pflegegeldzahlungen oder Pflegesachleistungen. Zusätzlich können finanzielle Zuschüsse für Pflegehilfsmittel oder Umbauten im Rahmen einerWohnraumanpassungbeantragt werden. Die Art der Unterstützung hängt vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab. Laut dem 11. Sozialgesetzbuch ist die soziale Pflegeversicherung der gesetzlichen Krankenversicherung angegliedert.

Der monatliche Beitrag für gesetzlich Pflegeversicherte richtet sich nach dem Einkommen. Wird ein Versicherter pflegebedürftig und nimmt die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung in Anspruch, muss er dennoch seine Pflichtbeiträge zahlen.  

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Grundpflege

Im 11. Sozialgesetzbuch steht, welche pflegerischen Tätigkeiten die Grundpflege umfasst. Darunter fallen alle pflegerischen Maßnahmen, die mit der Körperpflege, der Ernährung und der Mobilität des Betroffenen zu tun haben.

Im Rahmen der Körperpflege unterstützen die Pflegekräfte den Betroffenen beim Waschen, Duschen und Baden. Die Zahnpflege zählt ebenso dazu wie das Kämmen, Rasieren oder die Hilfe beim Toilettengang.

Im Bereich Ernährung bereitet das Pflegepersonal dem Pflegebedürftigen die Mahlzeiten zu und unterstützt ihn bei der Nahrungsaufnahme.

Die Hilfe beim Aufstehen und Hinlegen, aber auch das An- und Ausziehen betrifft den Bereich der Mobilität. Des Weiteren fallen laut § 14 SGB XI Laufen, Stehen, das Steigen von Treppen und das Verlassen sowie das Wiederaufsuchen der Wohnung darunter.

Verrichtungen wie die Gabe von verordneten Tabletten, das Wechseln von Verbänden oder das Spritzen von Medikamenten zählen nicht zur allgemeinen Pflege. Auch Pflegemaßnahmen mit medizinischem Hintergrund fallen nicht in den Bereich der Grundpflege.

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Gutachten

Das Gutachten bzw. Pflegegutachten ist die Grundvoraussetzung für die Zuteilung des Pflegegrades. Stellt ein Betroffener einen entsprechenden Antrag, beauftragt die zuständige Pflegekasse den Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) mit der Erstellung eines Gutachtens. Bei knappschaftlich Versicherten übernimmt diese Aufgabe der Soziale Medizinische Dienst (SMD).

Die Gutachter prüfen im Rahmen ihres vorab angemeldeten Hausbesuches, ob eine Pflegebedürftigkeit des Antragstellers besteht und wie viel Zeit die Pflege in Anspruch nimmt. Daraus ergibt sich die Höhe der Leistungen, die die zuständige Pflegekasse dem Versicherten gewährt.

Das Gutachten betrachtet die Bereiche Grundpflege und hauswirtschaftliche Versorgung. Existiert ein Pflegetagebuch, fließen diese Daten in die Beurteilung ein. In der Regel muss sich der Antragsteller einer körperlichen Untersuchung durch eine Pflegefachkraft oder einen ärztlichen Gutachter unterziehen. Wenn der Antragsteller durch die Mitarbeiter eines ambulanten Pflegedienstes betreut werden möchte, erfolgt die medizinische Begutachtung im privaten Wohnumfeld. Wird der Antrag auf Übernahme der Pflegekosten für eine vollstationäre Betreuung gestellt, findet die Untersuchung in der jeweiligen Einrichtung statt.

Der Gutachter empfiehlt in seinem Abschlussbericht der zuständigen Pflegekasse, ob der festgestellte Pflegeaufwand die Einordnung in einen Pflegegrad rechtfertigt. Bei einem positiven Urteil gibt er gleichzeitig Anregungen, welcher Pflegegrad in Frage kommt und ob die Pflege durch einen ambulanten Pflegedienst oder durch einen Angehörigen sinnvoll ist.

Unser Beratungs- und Schulungsteam informiert Sie dazu gern und begleitet auf Wunsch die Begutachtung.

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Haushaltshilfe

Wenn pflegebedürftige Menschen aufgrund ihrer körperlichen und geistigen Einschränkungen nicht in der Lage sind, ihren Haushalt eigenständig zu führen, kann eine Haushaltshilfe diese Aufgaben übernehmen. Für die hauswirtschaftliche Versorgung übernimmt die zuständige Krankenkasse die Kosten, wenn der Antragsteller bereits einem Pflegegrad zugeordnet ist. Oft übernimmt ein ambulanter Pflegedienst die hauswirtschaftliche Versorgung der Pflegebedürftigen. Die erbrachten Leistungen rechnet dieser unmittelbar mit der zuständigen Pflegekasse ab, die diese als Pflegesachleistung erstatten. 

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Häusliche Krankenpflege

Ältere und pflegebedürftige Menschen möchten trotz körperlicher und geistiger Einschränkungen ein selbstbestimmtes Leben führen. Um ihnen in den eigenen vier Wänden ein Maximum an Lebensqualität zu erhalten, unterstützt und entlastet die häusliche Krankenpflege die Betroffenen bei der täglichen Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung.

Neben professionellen Fachkräften der ambulanten Pflegedienste können auch Familienangehörige oder Personen aus dem Umfeld des Hilfsbedürftigen dessen Pflege übernehmen. Welche Kosten die zuständige Pflegekasse gewährt, hängt von dem jeweiligen Pflegegrad ab. Die Zuordnung erfolgt nach Antrag des Pflegebedürftigen und aufgrund eines Gutachtens durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen. Für Pflegeleistungen von Angehörigen oder anderen Privatpersonen zahlt die Pflegekasse Pflegegeld. Ambulante Pflegedienste rechnen die erbrachten Pflegemaßnahmen direkt ab.

Oftmals entscheiden sich ältere, hilfsbedürftige Menschen für die Betreuung durch einen häuslichen Pflegedienst. Die Mitarbeiter helfen den Betroffenen bei der Verrichtung der Grundpflege wie der Körperpflege oder Ernährung. Die Pfleger unterstützen den Pflegebedürftigen beim Aufstehen und Zubettgehen, dem Aus- und Ankleiden oder dem Laufen, Stehen sowie dem Steigen von Stufen. Nach Absprache mit dem Hausarzt übernehmen sie diagnostische und therapeutische Pflegemaßnahmen. Dazu gehört das Verabreichen von Medikamenten, das Wechseln von Verbänden oder das Injizieren von Arzneimitteln. Bei der hauswirtschaftlichen Versorgung des Hilfebedürftigen erledigen Mitarbeiter die Einkäufen und reinigen die Räume. Auf Wunsch wird die Versorgung durch mobile Essensanbieter, die Unterstützung durch Fahrdienste und der Hausnotruf organisiert.

Die Mitarbeiter stehen den Betroffenen und auch deren Angehörigen beratend zur Seite. Unser Beratungs- und Schulungsteam informiert Sie dazu gern.

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Hausnotruf

Für Sicherheit rund um die Uhr sorgt ein Hausnotrufgerät. In Verbindung mit einer Telefonanlage können Senioren in Notfällen per Knopfdruck Hilfe herbeirufen. Der Notruf kann direkt über den Notrufknopf, den sie als Kette oder am Handgelenk tragen, ausgelöst werden. Sofort meldet sich die Leitstelle des jeweiligen Anbieters. Nach einem Gespräch mit dem Betroffenen alarmiert die Leitstelle umgehend einen Rettungsdienst oder Angehörige bzw. andere Vertraute werden informiert. Sehr empfehlenswert ist der Hausnotruf für Personen, die besonders sturzgefährdet oder aufgrund gesundheitlicher Risiken eingeschränkt sind.

Neben einer einmaligen Anschlussgebühr entstehen monatliche Kosten, die durch die Pflegekasse übernommen werden können. 

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Hilfe zur Pflege

Pflegebedürftige Menschen sind auf die Unterstützung Dritter bei täglich wiederkehrenden Tätigkeiten des Lebens angewiesen. Dafür erhalten sie Leistungen der sozialen Pflegeversicherung, die je nach Grad des Hilfebedarfs betragsmäßig begrenzt sind. Diese Mittel dienen der Grundabsicherung und sollen die anfallenden Kosten für ambulante Pflegedienste, teilstationäre Betreuung, Kurzzeitpflege, vollstationäre Pflege oder die Ersatzpflege bei Verhinderung einer Pflegeperson abdecken. Wenn der gewährte Betrag nicht ausreicht, um den benötigten Pflegeaufwand zu finanzieren, übernimmt die Sozialhilfe die Kosten teilweise oder sogar in vollem Umfang nach Antragstellung.

Diese so genannte Hilfe zur Pflege ist von Einkommen und Vermögen des Pflegebedürftigen abhängig. Der überörtliche Träger der Sozialhilfe trifft die Entscheidung, in welcher Höhe Leistungen zur Hilfe zur Pflege übernommen werden.

Lässt sich der Betroffene durch einen ambulanten Pflegedienstleister betreuen und nimmt er in diesem Zusammenhang Pflegesachleistungen in Anspruch, prüft die Behörde, ob ihm ein gewisser Betrag an Pflegegeld zusteht. Im Rahmen der stationären Betreuung pflegebedürftiger Menschen werden auch die Kosten für Unterkunft und Verpflegung wie Investitionskosten übernommen.

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Hilfsmittel

Zahlreiche Hilfsmittel erleichtern den Alltag älterer bzw. pflegebedürftiger Menschen. Wir kooperieren mit der Firma Reha.Tech und beraten Sie gern über die vielfältigen Möglichkeiten vom Rollator bis hin zu kleinen Haushaltshelfern.

Pflegende Angehörige werden zudem im richtigen Umgang mit den Hilfsmitteln durch die Berater für Medizinprodukte geschult. Unser Beratungs- und Schulungsteam informiert Sie dazu gern.

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Hospiz/-dienst

Der Begriff Hospiz geht auf das lateinische Wort "hospitium" zurück, was so viel wie Herberge oder bildlich gesprochen Ruheplatz bedeutet. Im Rahmen der Hospizarbeit betreuen speziell geschulte Fachkräfte und ehrenamtliche Mitarbeiter sterbende Menschen, bei denen keine medizinische Aussicht auf Heilung besteht.

Neben der Linderung körperlicher Leiden steht dabei auch die psychologische und soziale Betreuung der Betroffenen im Mittelpunkt. Ziel ist es, dem sterbenden Patienten ein weitestgehend würdevolles Leben bis zu seinem Tod zu ermöglichen. Bei allen medizinischen und pflegerischen Palliativmaßnahmen und bei der psychosozialen Fürsorge stehen die Wünsche und Bedürfnisse des Patienten im Vordergrund. Nicht nur die Sterbebegleitung der Betroffenen, auch die Betreuung der Angehörigen ist ein wichtiger Bestandteil des ganzheitlichen Betreuungskonzepts.

Die Hospizarbeit kann ambulant im gewohnten Umfeld des Patienten erfolgen, ist unter bestimmten Voraussetzungen aber auch stationär möglich. Die Mitarbeiter der Palliativversorgung beraten Sie dazu gern persönlich. 

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MDK

Der Medizinische Dienst der Krankenversicherungen (MDK) berät und begutachtet Personen, die in der gesetzlichen Krankenversicherung und Pflegeversicherung versichert sind. Er berät auch die Mitarbeiter der gesetzlichen Krankenversicherung in unterschiedlichen Bereichen.

Die MDK-Gutachter beurteilen im Zusammenhang mit der Einstufung in die fünf Pflegegrade, ob ein Versicherter pflegebedürftig und wenn ja, wie schwer die Pflegebedürftigkeit ist. Der MDK überwacht zudem Pflegeeinrichtungen oder begutachtet die Arbeitsunfähigkeit von Versicherten. Jedes Bundesland hat seinen „eigenen“ Medizinischen Dienst der Krankenversicherung.

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Multimorbidität

Als Multimorbidität wird der Zustand bezeichnet, wenn bei einem Patienten gleichzeitig mehrere Krankheiten nebeneinander auftreten. Die Wahrscheinlichkeit von Mehrfacherkrankungen nimmt mit steigendem Lebensalter zu. Oftmals treten Leiden des Herz-Kreislauf-Systems, der Atmungsorgane oder des Stütz- und Bewegungsapparats gleichzeitig auf.

Die Behandlung von Multimorbidität soll weitere Folgeerkrankungen vermeiden. Das erfordert ein enges Zusammenspiel zwischen medizinischen und pflegerischen Maßnahmen. Die medikamentöse Behandlung wird häufig durch eine physikalische Therapie mit natürlichen Methoden ergänzt. Das kann beispielsweise die Umstellung der Ernährung oder bestimmter Lebensgewohnheiten sein. Da multimorbide Patienten unterschiedliche Medikamente einnehmen, müssen die Ärzte auf mögliche Neben- und Wechselwirkungen achten.

Viele Betroffene sind auf die Betreuung durch professionelle Fachkräfte angewiesen. Der ambulante Pflegedienst arbeitet eng mit den Ärzten zusammen. Zum ganzheitlichen Behandlungskonzept gehört außerdem die psychosoziale Betreuung der Patienten.

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