Generalvollmacht

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Begriff Definition
Generalvollmacht

Eine Generalvollmacht kann zu einer Vertretung in allen Angelegenheiten ermächtigen. Auch im Notfall kann dadurch der Bevollmächtigte über Bankkonten oder andere Vermögenswerte verfügen und insbesondere die damit verbundenen finanziellen Angelegenheiten regeln. Die Generalvollmacht ermöglicht es dem Bevollmächtigten unter anderem auch, Verfahren mit Behörden oder Versicherungen abzuwickeln.

Allerdings müssen bei der Generalvollmacht wichtige Ausnahmefälle beachtet werden: Eine Generalvollmacht berechtigt den Bevollmächtigten nicht zur Zustimmung oder Verweigerung ärztlicher Untersuchungen und medizinischer Eingriffe. Der Bevollmächtigte kann auch nicht über die Unterbringung in einer geschlossenen Einrichtung entscheiden oder Befugnis zur Organspende erteilen bzw. verweigern. In diesen Fällen, so verlangt es das Gesetz, muss eine schriftliche Vollmacht diese Befugnisse ausdrücklich enthalten. Eine standardisierte Generalvollmacht genügt dafür nicht.

Wünsche und Bedürfnisse, die auch im Falle gesundheitlicher Veränderungen, die die eigene Entscheidungsfähigkeit einschränken, gelten sollen, können in einer Vorsorgevollmacht geäußert werden. Es ist ratsam, die Vorsorgevollmacht in Verbindung mit einer Patientenverfügung aufzusetzen, in der Sie vorab über etwaige medizinische Maßnahmen entscheiden können. Entsprechende Formulare für Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung können Sie bei unserem Beratungs- und Schulungsteam erhalten. 

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