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Begriff Definition
Palliativmedizin

Im Rahmen der Palliativmedizin werden Menschen intensiv betreut, für die keine Aussicht auf Heilung besteht. Ihre Erkrankung ist weit vorangeschritten und ihre Lebenszeit ist begrenzt.

Die palliativen Maßnahmen sollen Schmerzen und Beschwerden des Patienten lindern. Daneben steht die psychologische und soziale Betreuung der Betroffenen im Mittelpunkt. Die maximal mögliche Lebensqualität für die verbleibende Zeit ist hierbei das Hauptanliegen. Die Palliativmedizin verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz.

Durch die spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) erfolgt eine intensive Unterstützung durch das Behandlungsteam, das aus Ärzten und speziell ausgebildeten Pflegefachkräften besteht, bis zum Tod.

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Patientenverfügung

Die Patientenverfügung regelt schriftlich und verbindlich, ob und wie Sie ärztlich und pflegerisch behandelt bzw. nicht behandelt werden wollen. Eine Patientenverfügung ermöglich es Ihnen also, Ihr Selbstbestimmungsrecht auch dann wahrzunehmen, wenn Ihre Fähigkeit, eigene Entscheidungen zu treffen, eingeschränkt oder nicht mehr vorhanden ist.

Eine schriftliche Patientenverfügung ist auch für Ärzte bindend, so dass selbst lebenserhaltende oder -verlängernde Maßnahmen unterbleiben müssen, wenn dies der Verfügung entspricht.

Eine Patientenverfügung sollte in bestimmten Zeitabständen überprüft und gegebenenfalls aktualisiert werden. Sie kann auch jederzeit widerrufen werden. Es ist ratsam, sich bei der Formulierung einer Patientenverfügung an bestimmte Vorgaben zu halten. Unser Beratungs- und Schulungsteam informiert Sie dazu gern.

Es ist zudem sinnvoll, eine Patientenverfügung gemeinsam mit einer Vorsorgevollmacht zu verfassen.

Zugriffe: 1998
Pflegebedarf

Aufgrund physischer oder psychischer Einschränkungen sind pflegebedürftige Menschen auf die Unterstützung Dritter angewiesen. Sie sind nicht mehr selbstständig in der Lage, Tätigkeiten des täglichen Lebens allein zu meistern. Oft helfen pflegende Angehörige oder ausgebildete Pflegekräfte einer Hauskrankenpflege bei der Verrichtung dieser Arbeiten.

Art, Umfang und Dauer der Pflege sind individuell unterschiedlich und werden zuvor genau ermittelt. Der Pflegebedarf des Betroffenen wird von Gutachtern des MDK im Rahmen eines Hausbesuchs bestimmt. Die Begutachtung muss zuvor beantragt werden und ist für die Einstufung in einen bestimmten Pflegegrad entscheidend. Es empfiehlt sich, im Vorfeld über einen längeren Zeitraum ein Pflegetagebuch zu führen. Vom Pflegegrad hängt die Höhe der gewährten pflegerischen Leistungen ab.

Bei Menschen mit eingeschränkter Alltagskompetenz übersteigt der Hilfe- und Betreuungsbedarf den üblichen Pflegebedarf. Ihnen stehen neben den vorgesehen Leistungen der ambulanten und teilstationären Pflege weitere Betreuungsleistungen zu. Unser Beratungs- und Schulungsteam hilft Ihnen gern bei der Antragstellung.

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Pflegeberatung

Pflegebedürftige haben einen Anspruch auf individuelle Beratung und Hilfe durch einen Pflegeberater. Dieses Angebot soll Menschen unterstützen, die auf die Pflege, Versorgung oder Betreuung durch Dritte angewiesen sind.

Pflegeberater der Pflegekassen informieren detailliert über Hilfsangebote. Kann ein Pflegebedürftiger aufgrund körperlicher Einschränkungen nicht persönlich in den Sprechstunden der Pflegeberatung erscheinen, findet diese zu Hause statt. Die Beratung erfolgt unter Berücksichtigung des vom MDK erstellten Gutachtens

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Pflegedienst

In Deutschland gilt der Grundsatz: ambulant vor stationär, denn pflegebedürftige Senioren möchten ihr Leben, so lange wie möglich, in ihrem gewohnten Umfeld verbringen. Ist eine vollstationäre Pflege in einer Pflegeeinrichtung nicht erforderlich, kann ein ambulanter Pflegedienst die Betreuung und Versorgung des hilfebedürftigen, älteren Menschens übernehmen.

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Pflegedokumentation

In der Pflegedokumentation werden alle pflegerelevanten Informationen eines Pflegebedürftigen in schriftlicher Form erfasst. Das Pflegepersonal der Hauskrankenpflege dokumentiert nicht nur die durchgeführten Pflegemaßnahmen, sondern auch künftige pflegerische Tätigkeiten. Für jeden Kunden existiert eine individuelle Dokumentationsmappe.

Die Dokumentation der Pflegemaßnahmen ist der wichtigste Bestandteil der Pflegeplanung. Werden die Betroffenen durch mehrere Pfleger betreut,  kann aufgrund der lückenlosen Dokumentation jedes Mitglied des Pflegeteams sämtliche Handlungen nachvollziehen.

Sämtliche Unterlagen werden regelmäßig durch die Pflegedienstleistung kontrolliert, um so die Pflege noch besser planen und auf die Bedürfnisse des Pflegebedürftigen abstimmen zu können.

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Pflegegrad

Viele Menschen sind aufgrund von Krankheiten oder Behinderungen auf Hilfe in ihrem Alltag angewiesen. Benötigt der Betroffene dauerhafte Unterstützung bei der Körperpflege oder der Organisation seines Lebens, liegt eine Pflegebedürftigkeit vor. Der Pflegeaufwand wird individuell bei der Begutachtung des MDK festgelegt. Bisher werden Pflegebedürftige so genannten Pflegestufen zugeordnet.

Das Pflegestärkungsgesetz II ersetzt die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade.

Unser Beratungs- und Schulungsteam informiert Sie gern über die Details.

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Pflegekasse

Pflegekassen sind den jeweiligen Krankenkassen unterstellt. Sie sind die Träger der sozialen Pflegeversicherung.

Hilfebedürftige Menschen, die die Unterstützung Dritter benötigen, können hier einen Antrag auf Zuordnung eines Pflegegrades stellen. Die Pflegekasse beauftragt dann die Mitarbeiter des MDK mit der Begutachtung, aus der sich der Leistungsanspruch des Betroffenen ergibt.

Bei knappschaftlich Versicherten erfolgt die Begutachtung durch die Bundesknappschaft.

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Pflegekosten

Wenn pflegebedürftige Menschen auf die Unterstützung durch professionelle Pflegekräfte angewiesen sind, entstehen - je nach Pflegeaufwand und den erbrachten Leistungen - Pflegekosten. Diese stellen die Pflegedienstleister, wie die Hauskrankenpflege, einerseits den Pflegekassen direkt und teilweise dem Pflegebedürftigen in Rechnung.

In der Regel haben ältere Menschen während ihres Berufslebens in die gesetzliche Pflegeversicherung oder die private Pflegepflichtversicherung Beiträge eingezahlt. Im Pflegefall erhalten die Betroffenen Leistungen der Pflegekasse, um die Pflege abzusichern. Die Höhe der Pflegesachleistungen hängt vom Grad der Pflegebedürftigkeit ab.

Unser Beratungs- und Schulungsteam berät Sie dazu im Detail. Einen Überblick über unsere Leistungen und deren Kosten finden Sie in unserem Katalog.

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Pflegeleitbild

Im Pflegeleitbild formulieren Pflegedienstleister die Grundsätze ihrer Arbeit. Dabei werden die eigenen Ansprüche an die Betreuung und Versorgung der Kunden sowie die Wertmaßstäbe erwähnt. Ein Pflegeleitbild informiert über den Umgang der Pflegenden mit den Gepflegten und unterstreicht die würdevolle Behandlung des Pflegebedürftigen.

Hier finden Sie unser Leitbild.

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Pflegemodell

Pflegemodelle dienen den in der Pflege Tätigen als Orientierungshilfe. Es gibt verschiedene Modelle, die einerseits die Pflegewirklichkeit widerspiegeln sollen. Andererseits helfen sie dabei, neue Pflegeziele zu entwickeln und Schwerpunkte zu setzen. Sie dienen dazu, vorhandene Pflegekonzepte im Pflegealltag zu verwirklichen.

Wir arbeiten nach dem Pflegemodell AEDL von Monika Krohwinkel.

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Pflegesachleistungen

Pflegebedürftige Menschen, die im Alltag Unterstützung bei der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung benötigen, haben Anspruch auf die Unterstützung durch professionelle Pflegekräfte.

Die Leistungen werden meist von einer Hauskrankenpflege erbracht und als so genannte Pflegesachleistungen direkt mit der Pflegekasse abgerechnet. Die Kostenübernahme richtet sich nach dem Grad der Pflegebedürftigkeit.

Unser Beratungs- und Schulungsteam informiert Sie darüber gern.

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Pflegestärkungsgesetz II

Das Pflegestärkungsgesetz II wurde zum 1. Januar 2017 umgesetzt. Damit wurden die bisherigen drei Pflegestufen durch fünf Pflegegrade ersetzt. Besonders Demenzkranke mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz profitieren von dem neuen Leistungssystem. Außerdem setzt die Unterstützung deutlich früher als vorher ein.

 

Anke Reincke download pflegekasse 

 

Download weisser pfeil
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Pflegetagebuch

Menschen, die auf Hilfe im Alltag angewiesen sind, können bei der zuständigen Pflegekasse die Einstufung in einen Pflegegrad beantragen.

Bevor die Betroffenen einen Antrag auf Anerkennung der Pflegebedürftigkeit stellen, ist es empfehlenswert, über einen längeren Zeitraum ein Pflegetagebuch zu führen. Mindestens zwei Wochen lang dokumentiert darin die Pflegeperson, welche Pflegeleistungen von ihr erbracht wurden.

Das Pflegetagebuch wird dem Medizinischen Dienst (MDK) dann beim ersten Hausbesuch vorgelegt. Die Gutachter berücksichtigen die Aufzeichnungen bei der Einstufung der Pflegebedürftigkeit. Ohne Pflegetagebuch beruht die Entscheidung der MDK-Mitarbeiter ausschließlich auf eigenen Beobachtungen.

Das Pflegetagebuch enthält die vier Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung. Ihnen sind bestimmte Pflegetätigkeiten zugeordnet, die mit Tageszeit und Dauer notiert werden. 

Unser Beratungs- und Schulungsteam kann Ihnen dafür wertvolle Hinweise geben.

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Pflegeversicherung

Seit 1995 unterstützt die Pflegeversicherung Menschen bei Pflegebedürftigkeit und ermöglicht ihnen die notwendige Pflege, sei sie stationär oder ambulant.

Die Leistungen der Pflegeversicherung untergliedern sich in verschiedene Bereiche: Präventionsmaßnahmen, Rehabilitation sowie ambulante und stationäre Pflege. Den Pflegebedürftigen werden im Rahmen der Pflegeversicherung fünf Pflegegrade zugeteilt, die sich nach dem Schweregrad der Pflegebedürftigkeit unterscheiden.

Die Pflegeversicherung ist an die bestehende Krankenversicherung gekoppelt. Neben der gesetzlichen Pflegeversicherung als Teil der Sozialversicherung gibt es auch private Pflegeversicherungen sowie Pflegezusatzversicherungen. 

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